Logistik auf Platz 3

Christian Runkel Employer Branding / Arbeitgebermarken, HR Management, Logistik Infos

Da hat es die Logistikbranche doch einmal geschafft auf das Podest zu gelangen.

Bei der Besetzung von TOP-Management Funktionen mit weiblichen Führungskräften belegt die Logistik mit einem Frauenanteil von 12% den dritten Platz. Die meisten Frauen schafften es in der Telekommunikationsbranche mit einem Anteil von 16 Prozent ins oberste Management, danach folgten die Finanzbranche mit 13 Prozent und eben die Logistikunternehmen. Zum Vergleich: im Handel sind nur drei Prozent der Vorstände weiblich.

In der Ausgabe des Hamburger Abendblatt vom 8. Januar 2019 werden diese Ergebnisse einer Auswertung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsfirma EY (Ernst & Young) in einem Artikel aufgegriffen. Die gute Nachricht ist, es geht langsam voran, aber das Potential ist noch lange nicht ausgeschöpft. „Der Anteil von Frauen in Vorständen der börsennotierten Unternehmen in Deutschland ist im vergangenen Jahr von 7,3 auf 8,6 Prozent gestiegen. Zum Stichtag 1. Januar 2019 arbeiteten 61 Frauen in den Führungsgremien der 160 Firmen, die im Aktien-Leitindex Dax sowie in den Indizes der kleinen und mittelgroßen Unternehmen SDax und MDax notiert sind.“

Auch für die Logistik ist der dritte Platz kein Grund zum jubeln. Zumindest sind einige Unternehmen auf dem richtigen Weg. Der Anteil an weiblichen Mitarbeitern und Young Professionals hat deutlich zugenommen. Damit ist eine gute Basis geschaffen. Entscheidend ist jedoch für die zukünftige Entwicklung von Frauen in TOP-Management Funktionen, nicht nur die gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen schrittweise weiter zu verbessern, sondern auch die unternehmerische Sichtweise und das Mind-Set zu verändern.

Langfristig werden es sich die Unternehmen nicht mehr leisten können, mit einem geringen Frauenanteil zu agieren. Damit bliebe wertvolles Potential im Hinblick auf sich ergänzende Kompetenzen und soziale Fähigkeiten ungenutzt. Ein Festhalten an alten Traditionen, Denkweisen und Einstellungen ist nicht nur kontraproduktiv für die Innovationsfähigkeit der Unternehmen, sondern kann die Zukunftsfähigkeit ganzer Branchen und Standorte gefährden.

Ihr Christian Runkel