Keine Lebensläufe mehr lesen dank Google Hire?

Christian Runkel Digitalisierung / Logistik 4.0, Employer Branding / Arbeitgebermarken, Jobs, Rekrutierung

Neues von der Google App Hire

Mit künstlicher Intelligenz will Google die Suche nach Bewerbern verbessern

Die Entwicklungen im Digital Recruiting gehen unvermindert voran. Nachdem Facebook sich mit seinem Stellemarkt auch in Deutschland versucht, entwickelt Google seine Recruiting App Hire technologisch weiter (Quelle t3n). Die Mitarbeitersuche soll einfacher und effizienter werden, weniger Verwaltungsaufwand, mehr Kommunikation, so lautet die Zielsetzung von Google. Das aktuelle Update ist mit künstlicher Intelligenz ausgestattet, um Lebensläufe eigenständig nach Kriterien zu durchsuchen und Interviewtermine zu automatisieren – so zumindest die Zielrichtung von Google. Seit dem Launch von Hire Mitte letzten Jahres, sieht sich Google mit dieser App als direkter Wettbewerber von LinkedIn.

Das Lesen und Analysieren von Lebensläufen soll jetzt entfallen.

Recruiter könnten bis zu 84 Prozent weniger Zeit mit Terminvereinbarungen und dem Lesen von Bewerbungen verbringen. Mit Unterstützung der künstlichen Intelligenz sollen folgende Prozesse automatisiert umgesetzt werden können:

  • Slots für Interviews vorschlagen, wenn sowohl Bewerber als auch Recruiter verfügbare Zeiten im elektronischen Kalender haben.
  • Hire schlägt automatisch andere Interviewpartner vor, sofern Interviews abgesagt werden.
  • Lebensläufe von Bewerbern werden automatisch nach bestimmten Fähigkeiten durchsucht.
  • Nach Telefonnummern muss nicht gesucht werden, sondern Bewerber können mit einem Klick angerufen werden.

Hire lässt sich, wen wundert es, mit anderen Diensten von Google verlinken. Ein Wechsel zwischen einzelnen Apps in einem Bewerbungsprozess sei nicht mehr notwendig, da automtische Syncronisierungen immer für einen aktuellen Stand sorgen.

Mit dem Update von Hire soll das Recruiting zwar technischer werden, aber auch menschlicher, da der Recruiter sich mehr auf den direkten Austausch mit Kandidaten, als mit organisatorischen Dingen beschäftigen könne. Zweifel bleiben aus meiner Sicht, ob dies  auf diesem Weg gelingen kann.

Es bleibt zu hoffen, dass durch die zunehmende Digitalisierung der persönliche Kontakt zu potentiellen Interessenten und Bewerbern nicht auf der digitalen Strecke bleibt. Automatisierte Prozesse im Personalmanagement sind sicherlich notwendig, gerade im Gesamtkontext mit den Digitalisierungsentwicklungen im Unternehmen. Wenn es um die Gewinnung von Kunden geht, und diesen Blickwinkel sollten HR-Manager und Fachvorgesetzte verstärkt einnehmen, sollte der persönliche Kontakt von Mensch zu Mensch noch immer im Mittelpunkt stehen.

Weitere Informationen zu Recruiting und authentischem Employer Branding erhalten Sie unter: info@mylogconsult.de.

Bleiben Sie auf dem Laufenden und abonnieren Sie aktuelle Trends und Entwicklung zum Employer Branding und Digital Recruiting HIER.